Fazit nach einem Jahr Selbständigkeit


Abmachen der alten Fasson

Gute und schlechte Erfahrungen

Als ich mich entschieden habe selbständig zu werden war ich mir vollkommen bewusst, dass es nicht einfach wird und gerade diese Tatsache hat mich dazu gereizt diesen Schritt zu wagen, weil ich einfach mehr gefordert werden wollte. Am Ende des letzten Jahres musste ich schmerzhafte Erfahrungen machen, ich habe Fehler in meiner Planung gemacht und bin zu schnell ein Arbeitsverhältnis eingegangen, das leider nicht funktioniert hat. Das Resultat war, dass ich den Überblick verloren hatte, und bedauerlicherweise in den letzten Wochen vor Weihnachten Schwierigkeiten hatte, Liefertermine einzuhalten.

Neben diesen schlechten Erfahrungen, die ich gemacht habe, durfte ich auch sehr schöne freudige Erfahrungen machen, ich konnte einige klassische Möbel neu polstern und beziehen und zur vollsten Zufriedenheit meiner Kunden ausliefern.Besondere Freunde hatte ich auch, meine Kreativität und Liebe zum Detail in der individuellen Neuentwicklung von Motorradsitzen zur Entfaltung zu bringen. Sehr glücklich bin ich auch über die Kunden, die mir Ihr großes Vertrauen bewiesen haben, indem sie viele Aufträge brachten und mich weiterempfohlen hatten.Darüber hinaus erfahre ich durch eine große Nachfrage, sehr gebraucht zu werden und kann deshalb optimistisch in die Zukunft meiner Firma blicken.

Was lerne ich daraus?

Aus diesen genannten Erfahrungen ziehe ich folgendes Fazit: Ich bin der Chef und ich trage die Verantwortung für die Arbeit, die in meiner Firma gemacht wird, ich werde diese Verantwortung nicht mehr so schnell mit jemanden anderen teilen, der nicht die gleiche Ausrichtung hat wie ich.Lieber ist es mir nicht so einen großen Umsatz zu machen und bescheiden zu leben. Ich habe mich noch nie als Schnell, Billig oder Industriepolsterer ausgegeben und sowas habe ich auch nicht vor zu werden. Stattdessen sehe ich mich als einen Künstler, der viel Liebe in die Verarbeitung eines jeden Polstermöbels steckt, Formen und die Details, fachgerechte Verarbeitung und der aufrichtige ehrliche Umgang mit meinen Kunden spielen dabei eine große Rolle für mich. Zugleich habe ich in den letzten Monaten eine sehr hohe Nachfrage nach Polsterarbeiten wahrgenommen und werde durch diesen Andrang bewegt, diese Grundwerte meiner Firmenphilosophie zu vernachlässigen. Wie wahrscheinlich jeder selbständige Handwerker bemerkt hat, ist es eine sehr große Herausforderung bei all den Verantwortungen eine Ordnung in den Tagesablauf zu bekommen und dabei die handwerkliche Arbeit nicht darunter leiden zu lassen.

Was nehme ich mir für die Zukunft vor?

Um diese Sachen im nächsten Jahr besser hinzubekommen habe ich mir vorgenommen strikte Regeln für meine Arbeitsplanung zu machen, die es mir ermöglichen produktiver in allen meinen Aufgaben zu sein. Zum einen will ich mir Tage einrichten, an denen ich ausschließlich an Projekten arbeite, an diesen Tagen wird mein Laden offiziell nicht geöffnet haben, auch die telefonische Erreichbarkeit wird weiterhin bestehen, wobei es zu längeren Bearbeitungszeiten Ihrer Anfragen kommen wird.

Ich werde die Anzahl der Aufträge, an denen ich zur gleichen Zeit arbeite, niedrig halten, um den Überblick bewahren zu können und die Ausführungszeit möglichst kurzzuhalten.

Ich werde vorsichtiger sein Versprechen für Liefertermine zu machen und werde noch mehr Zeit für die Ausführung einplanen, da ich bei höheren Auftrags andrang und der damit verbundenen Büroarbeit noch weniger Zeit habe Produktiv an Projekten zu arbeiten und deshalb Verzögerungen zu erwarten sind. In einer Zeit, in der wir es gewohnt sind alles sofort zu bekommen, will ich daher auch Sie bitten mehr Zeit für die Aufarbeitung Ihrer Möbel in Kauf zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen und Frohes neues Jahr

Euer Meister Polsterer:

Daniel Schneeberger


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